Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT

Projekte

Die Forschungsgruppe befasst sich aktuell mit den folgenden Themen:

REIF

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ geförderten Projekt REIF, werden die Potenziale der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Optimierung der Plan- und Steuerbarkeit der Wertschöpfung bei Lebensmitteln untersucht. Dabei soll ein KI-Ökosystem konzipiert werden, das Stakeholder aller Wertschöpfungsstufen derart integriert, dass Lebensmittelverschwendung nachhaltig und ganzheitlich mit Hilfe Künstlicher Intelligenz reduziert werden kann. Die Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof wird dabei das Projekt rechtlich zu den Themen Datenschutzrecht, Rechtemanagement im Ökosystem und Haftung für KI Anwendungen begleiten.



AktMel

In dem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Technologieprogramms „mFUND“ geförderten Projekt AktMel – „Online-Zugriff auf aktuelle Daten der Einwohnermeldeämter“ ist das Ziel, anonymisierte, geocodierte Einwohnerdaten bei der Infrastrukturplanung zu nutzen. Die Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof analysiert und bewertet dabei die Zulässigkeit der Datennutzung. Die rechtlichen Ergebnisse fließen in die Gestaltung des Softwaretools mit ein.

i-compression

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderinitiative KMU-innovativ geförderten Projekt i-compression wird ein intelligenter Kompressionsstrumpf mit integrierter Aktorik und Sensorik entwickelt zur Thromboseprophylaxe bei mobilitätseingeschränkten pflegebedürftigen Personen. Aufgrund der hohen Anforderungen der DSGVO bei Gesundheitsdaten hinsichtlich des Privacy-by-Design Ansatzes begleitet die Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof das Projekt während des gesamten Entwicklungsprozesses. Schwerpunkt ist hierbei die datenschutzrechtlich zulässige Konzeption des Medizinproduktes.

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Kopfschmerzregister der DMKG

Ziel des von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) geförderten Projektes ist die Entwicklung einer Datenbank zur Unterstützung von Ärzten bei der Diagnosestellung, Behandlung und Verlaufsbeobachtung von Kopfschmerzpatienten. Durch die Auswertung pseudonymisierter und anonymisierter Patientendaten sollen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Kopfschmerzforschung (Versorgungsforschung) gewonnen werden. Lücken in der Versorgung von Kopfschmerzpatienten können so beispielsweise identifiziert und durch gezielte Interventionen geschlossen werden. Die Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT des Institutes für Informationssysteme der Hochschule Hof war bereits von Beginn an in dem Projekt involviert. Kernelemente der Forschungsarbeit umfassen hierbei neben dem Bereich der datenschutzkonformen Gestaltung der Datenbank auch die Zertifizierung als Medizinprodukt sowie die Vorbereitung der Ethikvoten durch die entsprechenden Ethik-Kommissionen der Länder.

SAUBER

In dem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Technologieprogramms „mFUND“ geförderten Projekt SAUBER – „Satellitenbasiertes System zur Anzeige, Prognose und Simulation von Luftschadstoffen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung“ wird ein Informationssystem entwickelt, welches insbesondere Daten und Services des Copernicus-Programms mit anderen Quellen, z.B. aus Verkehrsdaten, Wetter- und Klimadaten, Geoinformationen und Sensordaten, zusammenführt und dadurch ein echtzeit- wie prognosefähiges Lagebild über die Luftqualität für eine nachhaltige Stadt- bzw. Regionalentwicklung ermöglicht. Innerhalb des Projekts wird durch die Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof, die rechtliche Zulässigkeit, insbesondere mit Blick auf den Datenschutz, das Recht am eigenen Bild sowie der Verwendbarkeit von Geodaten mit Blick auf die Abwägung zwischen dem Recht der informationellen Selbstbestimmung und Belangen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sowie die Verwendbarkeit der Daten im Rahmen eines Open Data-Konzepts untersucht.

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SelVliesPro

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts futureTEX forschen das Institut für Materialwissenschaften (ifm), Forschungsgruppe Innovative Textilien, und das Institut für Informationssysteme (iisys), Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT, gemeinsam mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI), der TU Braunschweig sowie der MSA Deutschland GmbH im Vorhaben SelVliesPro (Selbststeuernde Vliesstoffproduktion) am Aufbau einer intelligenten Anlage zur Verarbeitung rezyklierter Hochleistungsfasern unter Integration von Industrie 4.0-Ansätzen in Hightech-Anwendungen.

Die Konzentration der Arbeiten liegt dabei auf den Themenfeldern intelligente Instandhaltung, selbstlernende Fertigungssysteme sowie der Mensch-Maschine-Interaktion, deren rechtlichen Herausforderungen und der Realisierung eines praxisnahen Wissenstransfers in die Industrie durch die Entwicklung eines modularen, anforderungsgerechten Lehr- und Schulungskonzepts.

Innerhalb des Vorhabens wird durch die Forschungsgruppe Recht die Analyse, Konzepterstellung und Prozessmodellierung zum Rechtemanagement, Datenschutz und Haftung übernommen. Arbeitsziele sind der Aufbau eines wirksamen Rechte- und Datenmanagements und die Entwicklung eines Datenschutz-Compliance-Konzepts sowie eines innovativen Daten-Prozess-Design. Im Anschluss fließen die Resultate in die einzelnen Schulungsmodule mit ein.

Compliance für Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Hochschulen machen sich heute auf den Weg von klassischen Verwaltungseinheinheiten zu modernen Wissenschaftsbetrieben mit unternehmerischen Akzenten, um im internationalen Wettbewerb um Studierende und Forschungsmittel zu bestehen oder sich neuen Forschungsfeldern zu öffnen. Allerdings setzen ihnen Wissenschaftsfreiheit, gesetzliche Vorgaben und der geselschafttspolitische Auftrag beim Eingehen unternehmerischer Risiken enge Grenzen. Was ein wissenschaftsadäquates Compliance-Management auszeichnet, erfahren Sie in dem Buch Compliance in Hochschulen.

Hier geht's zum Interview mit den Beiden Autorinnen Prof. Dr. Beatrix Weber, MLE und Dr. Stefanie Lejeune.

Weber, Beatrix/Lejeune, Stefanie: Compliance in Hochschulen. Risikomanagement im Wissenschaftsbetrieb: in ZRFC 04/2019, S.151-156

Compliance für KMU

Auch KMU müssen sich mittlerweile dem Thema Compliance stellen. Compliance dient der Einhaltung von Recht und Gesetz, unternehmensinternen Richtlinien, Werten und sonstigen Normen und soll präventiv Rechtsverstöße und Schäden für das Unternehmen verhindern. Compliance ist originäre Aufgabe der Unternehmensleitung. Compliance Management Systeme (CMS) dienen daher auch der Enthaftung von Geschäftsführern und Vorständen. Im Projekt wird untersucht, wie die umfangreichen CMS, die eher auf große Konzernunternehmen zugeschnitten sind, auf KMU in einer schlanken und kostenverträglichen Struktur abgebildet werden können, ohne ihre rechtliche Wirksamkeit zu verlieren.

 

Abgeschlossene Projekte

AMiProSI

Ziel des Projektes „AMiProSI“ war es, eine integrierte Plattform für die Zusammenarbeit insbesondere regional verteilter Mitarbeiter bei wissensintensiven Tätigkeiten zu erstellen, die diese bestmöglich unterstützt. Typische Wissensprozesse werden direkt, prozessorientiert und systemübergreifend in Software abgebildet, so dass für den Endbenutzer der Eindruck eines einheitlichen Intranets entsteht. Innerhalb des Forschungsprojektes war es die Aufgabe der Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT nebst der Klärung arbeitsrechtlicher Fragestellungen, wie beispielsweise der Mitbestimmung des Betriebsrates gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, auch die Kompatibilität der der verschiedenen Open Source Module zu bewerten. Weiterhin wurde eine Datenschutzkonzeption erstellt, welche die Rechte und Freiheiten betroffener natürlicher Personen ausreichend sichern soll.

sd-kama

sd-kama (Smart Data-Katastrophenmanagement) ist eine sich in der Entwicklung befindende Informationsplattform, die eine Vielzahl an Daten aus unterschiedlichen Quellen in Echtzeit für Einsatzstäbe und Katastrophenmanager verfügbar macht. Im Akutfall sind Informationen zum Ausmaß und Intensität einer Katastrophe bisher meistens nicht verfügbar. Hier setzt sd-kama an. Die Informationsplattform verbindet und ergänzt Informationsgrundlagen aus Satelliten– und Befliegungsdaten um Daten aus in situ Sensing und Crowdsourcing-Quellen. Die Darstellung der Informationen erfolgt in digitalen Lagekarten, die leicht zu bedienen sind. Mit sd-kama steht Einsatzleitungen ein aktuelles und umfassendes Lagebild in einer bisher nicht da gewesenen Informationsdichte zur Verfügung.

Begleitforschung Recht: „Innovations from Smart Data“

Big Data, Smart Data, next? Technik und Recht verbinden. Handhabbare Lösungen für den Mittelstand schaffen. Prof. Dr. Beatrix Weber - Debattenbeitrag der Begleitforschung Recht des Smart Data Programms des BMWi

--> 3. Workshop der Fachgruppe "Recht"

Im Rahmen des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) forscht das FZI Forschungszentrum Informatik gemeinsam mit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) nach Methoden zur Erschließung des zukünftigen Markts für Big Data-Technologien am Standort Deutschland. Frau Prof. Dr. Weber leitet die Arbeitsgruppe "Daten als Wirtschaftsgut" mit dem spiritus rector Dr. Alexander Duisberg und betreut dort insbesondere das Thema Datenschutz und Wettbewerbsrecht. Leiter der Fachgruppe Recht ist PD Dr. Oliver Raabe.

wdd (Web Defacement Detector)

Zusammen mit der Blue Eye Solutions GmbH wurde im Rahmen des Projektes wdd (Web Defacement Detector) erarbeitet wie Informations- bzw. Publikationspflichten für Unternehmen auf Internetseiten beweissicher umgesetzt werden können. Ziel war es, die Grundlagen der Informationspflichten mit Blick auf die Anzeige der Veränderung einer Webseite über den wdd zu identifizieren, um die rechtlich Grundlage für eine mögliche Haftung bei der Veränderung von Webseiten festzustellen und dies technisch umzusetzen. Damit hat das Projekt einen Beitrag geleistet, die Rechtssicherheit und gerichtliche Beweisbarkeit im Rahmen von IT-Compliance möglich zu machen.

Datenschutz bei Smart Metern

Im Zuge des Smart Meter Rollout sollen über Smart Meter Daten gesammelt und für Kunden über die Versorgung hinaus Mehrwertdienstleistungen wie z.B. flexiblere Tarife, Einbindung in eine Smart Home Struktur und Steuerung des Stromverbrauch nach Zeiten und Kosten zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt werden. Im Projekt wird untersucht, inwieweit die aktuelle Gesetzgebung und die zu erwartende Datenschutzgrundverordnung Einfluss auf die Produktgestaltung nehmen und welche rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen bestehen.

Rechtstatsachenforschung mittels Opinion Mining

Der Erlass von Gesetzen und rechtlichen Vorhaben ist in der Regel ein Top-down Prozess, der über die Bundesregierung vom Bundestag als Gesetzgeber angestoßen wird. Wie die Implementierung in den einzelnen gesellschaftlichen Gruppen Unternehmen, Verbraucher und sonstigen Organisationen erfolgt und welche Akzeptanz diese Vorhaben genießen, wird weder systematisch geprüft noch erforscht. In diesem Projekt wurden zusammen mit der Forschungsgruppe Analytische Informationssysteme die Methoden des Opinion Mining eingesetzt, um die Akzeptanz und die Wirkung von Recht zu erforschen.

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