Systemintegration

Aktuelle Förderprojekte:

Activity Mining in einem prozessgetriebenen sozialen Intranet (AMiProSI)

In diesem, beim BMBF in der Förderlinie VIP+ (Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissen-schaftlicher Forschung) beantragten, Projekt sollen die Ergebnisse von SCHub, insb. der Activity Mining Algorithmus auf seine Praxistauglichkeit und kommerzielle Anwendbarkeit in verschiedenen Szenarien hin untersucht werden.

Ziel des Projektes ist es eine integrierte Plattform für die Zusammenarbeit insb. regional verteilter Mitarbeiter bei wissensintensiven Tätigkeiten zu erstellen, die diese bestmöglich unterstützt. Typische Wissensprozesse werden direkt, prozess-orientiert und systemübergreifend in Software abgebildet, so dass für den Endbenutzer der Eindruck eines einheitlichen Intranets entsteht. Das System steht als Software as a Service zur Verfügung, kann aber auch im eigenen Rechenzentrum der Unternehmen betrieben werden. Den Kern der Innovation bildet dabei ein Activity Mining Algorithmus, der es ermöglicht durch Sammeln von Aktivitäten in typischen Informationssystemen (IS) zur Zusammenarbeit (Groupware, Portal, Dokumentenmanagement) teilstrukturierte Abläufe für dokumentenzentrierte Zusammenarbeit im Case Management Standard CMMN zu generieren und diese durch Benutzer und Systemvorschläge weiter in Subprozessen zu verfeinern.

Das integrierte Gesamtsystem sorgt dafür, dass genügend Kontextinformationen erfasst werden können, um Hilfestellung bei der Strukturierung der Arbeitsabläufe zu geben. In AMiProSI werden hierbei Dokumentenerstellungsprozesse fokussiert, bei denen mehrere Benutzer zusammenarbeiten, um über einen längeren Zeitraum hinweg ein großes gemeinsames Ergebnis zu erarbeiten. Beispiele hierfür sind detaillierte Angebotsunterlagen für komplexe Dienstleistungs- oder Entwicklungs- oder Bauprojekte, sowie Projektanträge für interne Projekte.


 
Wirtschaft im Mittelstand 4.0 (WiMit), Teilprojekt Digitaler Fertigungsarbeitsplatz (DFAP)

In der Fertigung vieler Unternehmen werden Informationen papierbasiert zwischen der Maschinenhalle und vor- oder nachgelagerten Einheiten ausgetauscht. Produktionsaufträge werden ausgedruckt und vom Maschinenführer abgeholt. Parameter für werkzeugspezifische Maschinen-einstellungen sowie Prüfanweisungen liegen ebenfalls oft auf Papier vor. Auch die Rückmeldung über produzierte Stück, sowie Ausschuss und Qualität erfolgt auf diese Weise.

In diesem EFRE Technologietransferprojekt ist das Ziel ein hochgradig modulares MES bzw. SCADA System zu entwickeln, dass sich schnell an die Anforderungen der einsetzenden Unternehmen anpassen lässt und sich bestmöglich in die vorhandene IT-Infrastruktur integriert. Dazu werden bewährte digitale Technologien aus dem Büroumfeld genutzt, um die Abläufe in der Fertigung vollständig elektronisch zu unterstützen und darüber hinaus durch kontext-sensitive Bereitstellung von Informationen den Benutzer kognitiv zu entlasten. Produktionsaufträge kommen digital zur Maschine auf ein robustes Tablet. Die nötigen Maschineneinstellungen werden proaktiv mitgeliefert. Rückmeldungen können digital vorgenommen werden. Angepasste Benutzeroberflächen sollen eine hohe Benutzbarkeit speziell für die Fertigungsmitarbeiter erreichen, die nicht den ganzen Tag am PC arbeiten und entsprechendes Vorwissen mitbringen.

Die Firma Vogler Engineering aus Hof ist als IT-Dienstleister und KMU unser engster Partner und profitiert vom Know How und Technologietransfer durch die Hochschule, da die Firma selber gerade einen Schwenk von der Entwicklung mit .NET Desktop-Technologien zu Web-Technologien vollzieht. Umgekehrt profitiert die Hochschule von der Praxiserfahrung der Firma Vogler, die sich auf Maschinenanbindung spezialisiert hat und dort schon viele Fallstricke gemeistert hat. Als Anwendungspartner, der die Technologien im harten Praxiseinsatz testet, steht Gealan Fenstersysteme mit Sitz in Tanna (Fertigung) und Oberkotzau (Verwaltung) zur Verfügung. Der Sicherheitsspezialist Software Symbiose aus Bayreuth beleuchtet die Netzwerksicherheit und macht Security-Audits. Schließlich begleitet die Firma Duramentum aus Plauen das Projekt wohlwollend. Der Spezialist für Prozessverbesserung in produzierenden Unternehmen untersucht parallel zum DFAP Teilprojekt die bestehenden Abläufe auf Ineffizienzen und coached die Produktionsleitung bzgl. Change Management, damit auch die betroffenen Mitarbeiter auf dem Weg zur digitalen Fertigung mitgenommen werden. Das entlastet die Hochschule, so dass sie sich auf den Technologietransfer konzentrieren kann.


WiMit Teilprojekt Blockboat – Softwarelizenzmanagement für IoT Apps in der Blockchain

Die Blockchain kann als seine massiv verteilte NoSQL Datenbank mit einigen interessanten Eigenschaften betrachtet werden. Es ist die Technologie, die bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum zugrunde liegt. Sie kann aber auch für ganz andere Einsatzgebiete wie Katasterwesen, Logistik oder Identity Management eingesetzt werden. Open Source Blockchain Implementierungen wie Hyperledger Fabric oder Hyperledger Burrow erlauben es, Anwendungsspezifisch genau die Eigenschaften wie garantierte Anonymität, Transaktionssicherheit und –geschwindigkeit zusammen-zustellen und ungewünschte wie hohe Rechenkomplexität und damit Energiekosten abzustellen. Ziel des Blockboat Projekts ist es, für das Softwarelizenzmanagement eine Lösung zu entwickeln, die gleichermaßen Softwarehersteller und Softwarelizenznehmer zur Verwaltung ihrer Softwarelizenzen verwenden können. Dazu wird eine der genannten Implementierungen ausgewählt und auf ihrer Basis ein Demonstrator entwickelt, der zeigt wie Softwarelizenzen damit erstellt, verkauft, wiederverkauft und nachverfolgt werden können. Dies wird durch die Entwicklung von Smart Contracts, aber auch durch Anpassungen am Basissystem selbst erreicht.


Aktuelle studentische Projekte:

AutoMowBot – Erkennen von Grenzen im Garten
ohne Begrenzungsdraht

Derzeitige Rasenmähroboter benötigen einen Begrenzungsdraht um zu wissen, wo der Rasen aufhört und wo der Weg oder das Blumenbeet anfangen. Auch wenn der Aufwand zum Kabel verlegen überschaubar ist und Gärtner das mit speziellen Verlegemaschinen in kurzer Zeit erledigen, ist es doch lästig und muss bei späteren Aktionen wie dem Vertikutieren genau beachtet werden. Im Projekt AutoMowBot bauen Studierende daher ein autonomes Fahrzeug auf Basis eines Dagu Wild Thumper 4Wd und lernen dadurch welche Herausforderungen für autonome Fahrzeuge auftreten und mit welchen Algorithmen und Technologien man sie lösen kann. Das fängt beim Erkennen von Hindernissen und rechtzeitigem Abbremsen (Echtzeitverarbeitung) an und geht weiter über das Auswählen von Hard- und Software bis hin zur Sensorfusion und dem Lösen des Simultaneous Location and Mapping (SLAM) Problems. Ein Raspberry Pi 3 und ein Arduino Mega bilden die Basis. LIDAR, Stereo und Time-of-Flight Kamera, GPS, Ultraschallsensoren, Kompass, Accelerometer, Gyroskop und Odometrie stehen als Sensorik zur Verfügung.

Formula Student – Driverless

Für den Laien überraschenderweise, müssen sich die Studierenden, die sich in der Formula Student engagieren und ein autonomes Fahrzeug für die Klasse “Driverless” bauen mit den selben Herausforderungen herumschlagen, wie ihre Kommilitonen mit dem AutoMowBot. Auch hier gilt e smit LIDAR, Stereokamera, (Differential) GPS und anderen Sensoren die Position auf der Strecke zu bestimmen, die Streckenbegrenzungen zu erkennen und sich dabei vorwärts zu bewegen (Simultaneos Location and Mapping, SLAM). Die Schwierigkeiten liegen hier aber bei der schnelleren Geschwindigkeit und den damit verbundenen höheren Anforderungen an die Rechenleistung für die Sensorauswertung, insb. die Bildanalyse. Weiterhin ist die Streckenführung anspruchsvoller und nicht mit der geradlinigen Navigation im Garten vergleichbar. Dafür ist die Erkennung der Begrenzung sogar einfacher, da verschiedenfarbige Hütchen als Begrenzung verwendet werden.

Smart Speaker ohne Cloud

Amazon Echo bzw. Alexa und Google Home besetzen den größten Teil des Markts für Spracheingabe in der Wohnung oder dem Büro. Dabei landen sämtliche Sprachkommandos der Nutzer in der Cloud des Herstellers. Damit helfen alle Nutzer mit, die Lösung weiter zu verbessern und zementieren damit den technologischen Vorsprung US-amerikanischer Großkonzerne auf wichtigen Technologiefeldern. Was mit den Daten sonst noch so gemacht wird, wollen wir lieber gar nicht wissen. Am iisys entsteht daher ein Smart Speaker, der auf Open Hardware und Open Source Komponenten basiert und komplett ohne Internetverbindung funktioniert. Als Basis dient ein Raspberry Pi, der mit dem Matrix Voice Modul um Far-Field Mikrofone erweitert wird. Die Spracherkennung (Speech To Text) erfolgt über Mozilla Deep Speech. Die Sprachausgabe erledigt MARY, das Text To Speech System des DFKI. Für eine schnellere Verarbeitung der Spracherkennung, die auf einem tiefen neuronalen Netz mit der Bibliothek Tensorflow basiert, soll der Intel Movidius Computestick verwendet werden. Verschiedene Skills verleihen dem digitalen Assistenten im Smart Speaker seine Fähigkeiten. Geplant sind das Abspielen von lokal verfügbaren MP3 Dateien, Antworten zu Alltagsfragen über Personen, Filme, Lieder, Städte, Länder und Sehenswürdigkeiten, die periodisch aus Freebase oder DBpedia extrahiert werden, Steuerung des Smart Home über OpenHAB2, geografische Informationen über OpenStreetMap, Verwaltung von Einkäufen und anderen Listen, sowie Erinnerungen an Ereignisse und Kalendereinträge.

Abrechnungssystem mit NFC Kartenlesegerät

Wie kann es sein, dass in einem Institut für Informationssysteme die Abrechnung des Kaffeekonsums am neuen Kaffeevollautomaten über eine Strichliste auf Papier läuft? Diese Frage stellten sich die wissenschaftlichen Leiter des Instituts und stifteten einen Studenten an, diesen unhaltbaren Zustand zu ändern. Ein NFC-Leser, ein paar Knöpfe, ein zweizeiliges 16-Zeichen-Display und ein Raspberry Pi mit 3D gedrucktem Gehäuse: das sind die Zutaten für das neue digitale Abrechnungssystem. Es liest den Hochschulausweis ein, den jeder Student, Mitarbeiter und Professor besitzt und macht auf Knopfdruck einen digitalen Strich auf der Kaffeeliste. Der aktuelle Stand wird im Display angezeigt. Periodische Abrechnungen für den Kaffeeverwalter und persönliche Statistiken sind über eine Web-Anwendung möglich. Eine direkte Integration in die Kaffeemaschine ist erst nach Ablauf der Garantie geplant.

Energiedatendekomposition

Basierend auf dem Energieverbrauch des gesamten Haushalts soll der Verbrauch einzelner typischer Großverbraucher wie Kühlschrank, Herd oder Fernseher errechnet werden. Dazu werden die Lastgänge diverser typischer Haushaltsgeräte trainiert um anschließend mittels tiefen neuronalen Netzen im Gesamtverbrauch diese Muster zu erkennen. Die Herausforderung besteht darin die nötigen Trainingsdaten zu bekommen, da nur wenige Daten öffentlich verfügbar sind, die Haushaltsgeräte auch landesspezifisch sein können und die günstigen Messgeräte für den Privatgebrauch nicht die nötige zeitliche Auflösung von 1 sec. aufweisen.

Kosteneffiziente Erstellung überzeugender VR-Erlebnisse

Virtual Reality ist seit der Oculus Rift ein großer Hype. Im Gegensatz zu einer ähnlichen Begeisterung in den 1990er Jahren, steckt diesmal aber mehr dahinter, da die Technik in der Zwischenzeit deutlich ausgereifter ist und außerdem bezahlbar. Jedoch ist das Erstellen eigener Inhalte dafür immer noch sehr kostenintensiv. Es stellt sich daher die Frage, welche Aspekte des VR-Erlebnisses bei den Nutzen die subjektiv wichtigsten sind und welche Kombination an Faktoren und deren qualitativer Ausprägung den besten Kompromiss zwischen kostengünstig und hoher Qualität des Nutzererlebnisses darstellt. Diesen Kompromiss erforschen wir in einer großem empirischen Untersuchung am Beispiel von Bäder- und Möbelausstellungen.

 

 

Abgeschlossene Förderprojekte:

Gebäudeautomatisierung mit energie-effizienter Steuerung (GeneriS)

Smart Home, Industrie 4.0 und Internet der Dinge sind nur drei der Schlagwörter, die alle dasselbe Phänomen beschreiben: Computer bzw. Microcontroller und Sensoren werden in Gegenstände unseres täglichen Lebens integriert und sorgen dafür, dass durch intelligente Steuerung Komfort und Sicherheit erhöht, sowie der Energieverbrauch gesenkt werden. Die dafür notwendige Hard- und Software ist mittlerweile in großer Vielfalt und auch kostengünstig vorhanden. Es fehlt jedoch an Fachkräften, die smarte Lösungen in die Häuser von Konsumenten, sowie kleinen Unternehmen und kommunale Einrichtungen bringen, obwohl dort aufgrund der Masse ein hohes Potenzial besteht.

Ziel des ESF-geförderten Wissenstransferprojekts GeneriS ist es Elektriker, Elektrotechniker und Heizungsbauer nach persönlichem Bedarf weiterzubilden und über Produkte, Technologien und Konzepte im Bereich Gebäudeautomatisierung und insb. energie-effiziente Steuerung zu informieren.

Es sollen von neutraler Seite Informationen über Produkte, Möglichkeiten und Grenzen, Kundennutzen und Anwendungsfälle bereitgestellt werden. Hintergrundwissen zu Vernetzung und Funkprotokollen, sowie Funktionsweise und Konfiguration ausgewählter Lösungen ergänzen das Angebot. Der Schwerpunkt liegt dabei auf offenen Systemen, die eine Kombination von Sensoren und Aktoren unterschiedlicher Hersteller erlauben. Geschlossene Ökosysteme einzelner Hersteller werden nur am Rande betrachtet. Weiterhin werden überwiegend Lösungen für Konsumenten und kleinere Firmengebäude oder kommunale Einrichtungen beleuchtet und nur ergänzend Hinweise zu Lösungen für große Firmengebäude oder Industrieanlagen gegeben. Die Anwendungsfälle Gebäudeneubau und Nachrüsten bestehender Gebäude werden gleichermaßen betrachtet.
Link zur Projektwebsite


Social Collaboration Hub (SCHub)

In diesem BMBF-Projekt der Förderlinie FHprofUnt wurde ein integrierte Infrastruktur für die effektive Unterstützung der Zusammenarbeit in Unternehmen, insbesondere für wissensintensive Tätigkeiten bei regional verteilten Mitarbeitern geschaffen. Dazu gehört auch die direkte Unterstützung von Geschäftsprozessen, so dass zum Beispiel Dokumente automatisch entsprechend dieser Prozesse weitergeleitet werden

Im Unterschied zu existierenden Systemen sollen die Geschäftsprozesse aber nicht aufwändig top-down modelliert werden, da dieser Ansatz für die wissensintensive Arbeit von Experten zu unflexibel und träge ist und nicht die hier notwendige Variabilität der Prozesse mit ihren Prozessvarianten und Ausnahmen unterstützt. Dieses Projekt entwickelt daher eine Methodik, mit der Workflows interaktiv auf der Basis automatisch generierten Vorschlägen Schritt für Schritt strukturiert und über den Zwischenschritt von Fallbeschreibungen im Adaptive Case Management realisiert werden können.

Dazu wurden vorhandene Open Source Software (OSS) Systeme aus den Bereichen Portal, Dokumentenmanagement (DMS), Groupware und Business Process Management (BPM) so miteinander integriert werden, dass sich für den Benutzer eine durchgängige Unterstützung ohne Brüche im Arbeitsablauf ergibt.
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Folgende Integrationsaspekte wurden berücksichtigt:

  • Sicherer Zugriff auf alle Systemen nach einmaliger Anmeldung (Single Sign-On, SSO)
  • Zentrale Suche in allen Systemen unter einer Oberfläche (Enterprise Search)
  • Systemübergreifende Workflows, die vom Benutzer mit einem grafischen Editor web-basiert modelliert werden können
  • Nutzung des DMS als zentralem Dokumentenspeicher von Portal und Groupware heraus
  • Sammeln von Benutzeraktivitäten aus allen Systemen und zentrale Darstellung im Portal zur Erzeugung von Awareness unter Beachtung von Datenschutzregeln
  • Enge Verknüpfung von Inhaltselementen (Emails, Dokumente) mit Workflows, sowie von Workflow-Aufgaben mit persönlichen Aufgaben in der Groupware
  • Zentrale Verwaltung von Benutzern und Kontaktdaten, sowie Expertenprofilen

Dein Weg in die Cloud

Im diesem ESF Wissenstransferprojekt wurde das Thema Cloud-Computing in mehreren Schritten aufgearbeitet, geschult und ein entsprechendes Wissensnetzwerk etabliert. In einem Informationsportal wurden Leitfäden und Best Practice Ansätze zur Verfügung gestellt. Die zentral gesammelten und aufbereiteten Informationen können von allen Teilnehmern kommentiert, bewertet und ergänzt werden.

Dadurch entstand eine virtuelle Community, in der sich KMUs über Erfahrungen mit Cloud-Diensten austauschen können. Neben den einzelnen Informationen werden auch virtuelle Kurse angeboten, die mit multimedial und didaktisch aufbereiteten Lerneinheiten Wissen über aktuelle Cloud-Dienste an die Teilnehmer vermitteln. Dabei wird unterschieden zwischen Lerneinheiten für potentielle Kunden von Cloud-Diensten und solchen für Softwarehersteller, die ihre eigenen Informationssysteme cloud-fähig machen wollen. Schließlich werden mehrerer Cloud-Dienste in einer Demo-Umgebung bereitgestellt, um das erlernte Wissen in praxisnahen Umgebungen zu testen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Open Source Software-basierten Cloud-Diensten, die ein typisches KMU Szenario abbilden und so schnelle Rückschlüsse auf die eigene Situation erlauben. Link zur Projektwebsite


Grüne Technologiewerkstatt (GTW) Hof – Teilprojekt Energiedatenvisualisierung (EnDaVi)

Im Teilprojekt EnDaVi des EFRE Technologietransferprojekts GTW Hof werden verschiedene Technologien entwickelt, die dem Endverbraucher eine bessere Kontrolle und Einschätzung seines Energieverbrauchs erlauben. Zum einen werden Daten der Photovoltaik-Anlage, Solarthermie, Luftwärmepumpe und Warmwasserkessel visualisiert und so Energieflüsse plastisch dargestellt. Durch den Einsatz von Web-Technologien entsteht eine hybride Web App, die in App Stores vertrieben werden kann und sich auf iOS und Android Smartphones wie eine native App anfühlt. Die Daten stammen aus dem Web-Portal der Technischen Alternative, deren Steuerungen mit vielen Wechselrichtern, Wärmepumpen und Warmwassserbereitern kompatibel sind und die Daten nach Kundenfreigabe direkt in die Herstellercloud liefern.

Zum anderen werden detaillierte Vergleich des Energieverbrauchs von Privathaushalten über Energiedatendekomposition ermöglicht. Das bedeutet, dass ein maschinelles Lernverfahren eingesetzt wird, um typische Lastgänge elektrischer Großverbrauchern im Haushalt zu erkennen. Für Kühlschränke sind z.B. das Anspringen im Takt von 30 -60 min. typisch, wobei dann für kurze Zeit viel Strom verbraucht wird und dann anschließend wieder sehr wenig. Gerade nachts, wenn der Kühlschrank wenig geöffnet ist, lassen sich solche Ereignisse gut erkennen. Analog lernt man die Profile von Waschmaschine und Geschirrspüler, Fernseher und Stehlampe. In Summe kann man dann statt des Jahresgesamtverbrauchs im Vergleich zu Durchschnittshaushalten anzuzeigen, detaillierte Angaben zum Verbrauch der genannten Geräte machen und diesen mit typischen Verbräuchen von Geräten verschiedener Größen- und Güteklassen vergleichen.


In Planung befindliche Projekte
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Nachhaltige digitale Transformation (tradiNAtion)

Die digitale Transformation beschäftigt zunehmend mehr Unternehmen und über kurz oder lang muss sich jeder damit auseinandersetzen. Purer Aktionismus bringt aber nichts. Es geht darum, die strategische Ausrichtung des Unternehmens für die nächsten Jahre unter den veränderten Rahmenbedingungen festzulegen. Wir Deutsche schauen dabei meist verkürzt auf die Verbesserung der Effizienz von Produktionsprozessen oder Dienstleistungen. Genauso wichtig sind aber smarte Produkte und digitale Geschäftsmodelle, die zur Gesellschaft des 21. Jahrhunderts passen. Im Rahmen des beim ESF beantragten Wissenstransferprojekt tradiNAtion haben Sie die Möglichkeit, sich durch Experten in diesem schwierigen Prozess informieren und begleiten zu lassen und sich mit Gleichgesinnten über die Schwierigkeiten und Erfolge auszutauschen. Machen Sie mit bei der "nachhaltigen digitalen Transformation".

Geplante Inhalte
  • Gesellschaftliche Entwicklungen: der sechste Kondratieff Zyklus
  • (Sharing, Crowdsourcing (z.B. Uber), Gesundheit, Demographie, Nachhaltigkeit, Transparenz, …)
  • Digitale Geschäftsmodelle und Plattformökonomie
  • Standing on the shoulder of giants: Nutzung von Open Source Software
  • Kommerzielle Nutzung von Daten und Privacy by Design
  • Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen (z.B. Business Canvas, Szenarien, SWOT)
  • Methoden zur Entwicklung von Smart Products (Kreativitätstechniken, S-Kurven- und Innovationsmodelle)
  • Change Management: Fallbeispiele erfolgreicher Vorreiter und Fehlschläge
  • Unterstützung nachhaltiger Entwicklung durch Digitalisierung
  • Vom Produktanbieter zum Serviceanbieter, der Service-Abwärtsspirale entgegenwirken (XaaS)
  • Virtual Reality, Augmented Reality und digitales Aufmaß
  • Deep Learning, Sprachsteuerung, und Chatbots als Zukunft des E-Commerce

Die Liste ist nicht abschließend und kann nach Wünschen der Teilnehmer erweitert oder verändert werden. Es geht darum, den regionalen Unternehmen unmittelbaren Mehrwert zu bieten und sie bestmöglich zu unterstützen. Die Teilnehmer können aus beliebigen Branchen kommen. Handwerker sind genauso gefragt wie produzierende Unternehmen oder Dienstleister. Wir haben sogar IT-Unternehmen mit dabei, die sich unsicher sind, ob ihr derzeitiges Geschäftsmodell für die nächsten 5 Jahre tragfähig ist. Neben multimedialen online Lerninhalten werden auch Treffen vor Ort mit allen Beteiligten stattfinden, um sich innerhalb einer Interessens-gemeinschaft auszutauschen und von positiven und negativen Erfahrungen anderer zu lernen. Zusätzlich sind Workshops direkt bei den Partner-unternehmen geplant, in denen die persönliche Situation analysiert wird und gemeinsam Ideen für die digitale Zukunft generiert werden. Die Projektlaufzeit beträgt 2 Jahre. Offizieller Projektstart könnte im August 2018 sein. Gerne unterstützen wir sie aber auch vorher schon. Die Teilnahme ist völlig kostenlos und unverbindlich.


Die Bildungscloud für Schulen

Ziel ist es Bildungsinhalte aller Art an zentraler Stelle (z.B. pro Bundesland) digital abrufbar zu machen. Zur Akkreditierung vorhandener und zur Generierung neuer Inhalte stehen intelligente Werkzeuge zur Verfügung, sodass Lehrende und Lernende wie auch Inhaltsanbieter passgenau nach ihren jeweiligen Bedürfnissen diese Plattform nutzen und erweitern können. Mindeststandards sowie rechtliche und administrative Rahmenbedingungen legen fest, wie digitale Bildungsinhalte bereitgestellt, übertragen, dargestellt, (re)kombiniert und angereichert werden, sodass individualisierbare Kollaboration zwischen Lehrenden und Lernenden ohne Hersteller- und Plattformabhängigkeiten möglich ist.

 

Proprietäre und geschlossene Lösungen, die sogenannte Lock-in-Effekte (Anbinde-Effekte) mit hohen Kosten verursachen, unterstützen Schulen und Schulträger nicht optimal, ihre heutigen und zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Tragfähig sind offene Standards, die der fortschreitenden Entwicklung sowohl in der IT-Technologie und den gestiegenen Anforderungen an die IT-Sicherheit als auch in der Bereichen der Schul-entwicklung und Didaktik optimal gerecht werden.  Lieferanten-unabhängigkeit senkt die Kosten und reduziert das Risiko von Fehlinvestitionen auf ein Minimum. Neben Open Source Software und offenen Standards sind zur dauerhaften Sicherung innovativer, bezahlbarer und pluralistischer digitaler Bildungsinhalte neue Lizenzmodelle erforderlich, die einen verlässlichen rechtlichen Rahmen schaffen, den Amortisierungs-interessen der Content-Lieferanten gerecht werden und die eine schnelle Verbreitung, unkomplizierte Nutzung, Re-Kombination, Weiterentwicklung und Optimierung digitaler Bildungsinhalte überhaupt erst ermöglichen.

 

Das iisys war eines der ersten Mitglieder der OSBA Working Group Education, die einen Referenzrahmen für so eine Bildungscloud erarbeitet hat und beteiligt sich in der Umsetzung mit einem Web-basierten Editor zum kollaborativen Erstellen von Präsentationen und deren Videoaufzeichnungen. Letztere können kommentiert und mit weiterführenden Informationen und Links annotiert werden.
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