Laufende Projekte:
PflegeKIonTour – KI-gestützte Prozess-digitalisierung und -automatisierung im Wund-management in ambulanter und stationärer Pflege durch TI-Messenger und Interoperabilitäts-standards
Laufzeit: 01.05.2026 – 31.10.2027
Förderprogramm: DATIpilot – Community Innovative Pflege (CIP)
Partner: Hochschule Hof, Caritasverband für den Landkreis Kronach e.V., Awesome Technologies Innovationslabor GmbH, vAudience.AI GmbH, C&S Computer und Software GmbH
Stichworte: KI, Wundmanagement, Interoperabilität, TI-Messenger, Evaluation
Forschungsschwerpunkte: KI-gestützte Assistenzsysteme in der Pflege; Interoperabilität und Gesundheitsdaten; Telematikinfrastruktur (TI / TI 2.0); Evaluation, Nutzerakzeptanz und Implementierung
Ansprechpartner:inen:
- Yvonne Großmann (ygrossmann2@hof-university.de), Projektleitung, wiss. MA
- Joanna Michalska (jmichalska@hof-university.de), wiss. MA.
- Velangan Gorantla, HiWi
Ausgangslage & Herausforderung
Der zunehmende Versorgungsbedarf, der gravierende Fachkräftemangel und steigende Dokumentationsanforderungen stellen die Pflegebranche vor enorme Herausforderungen. Pflegekräfte verbringen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit administrativen Tätigkeiten, während gleichzeitig digitale Technologien und Künstliche Intelligenz große Potenziale zur Entlastung und Qualitätsverbesserung bieten. Viele Pflegeeinrichtungen verfügen bislang jedoch nicht über ausreichende Möglichkeiten, innovative Technologien praxisnah kennenzulernen, zu testen und nachhaltig in bestehende Prozesse zu integrieren.
Zielsetzung
Das Projekt PflegeKIonTour setzt genau hier an: Ein interdisziplinäres Konsortium aus Pflegepraxis, Pflegeforschung, Softwareentwicklung sowie KI- und TI-Expertise entwickelt und erprobt ein interoperables, KI-gestütztes Kommunikations- und Assistenzsystem zur Optimierung des Wundmanagements in ambulanter und stationärer Pflege. Ein besonderer Fokus liegt auf der praxisnahen Erprobung KI-gestützter Anwendungen sowie auf dem Aufbau standardisierter und interoperabler digitaler Prozesse in der Pflege. Pflegekräfte und Einrichtungen sollen befähigt werden, Chancen und Grenzen von KI-Technologien kompetent einzuordnen und aktiv mitzugestalten.
Vorgehen
Kern des Projekts ist die Kombination eines zertifizierten TI-Messengers mit KI-gestützten Assistenzfunktionen zur automatisierten Wundberichterstellung und standardisierten intersektoralen Kommunikation. Die Lösungen werden in ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtung praxisnah implementiert und wissenschaftlich begleitet. Gleichzeitig entstehen Standards, Leitfäden und Best Practices für den verantwortungsvollen, transparenten und DSGVO-konformen Einsatz von KI-Technologien in der Pflege. Zentrale wissenschaftliche und technische Ziele: Entwicklung eines interoperablen Kommuni-kations- und Assistenzsystems für das digitale Wundmanagement; Integration von TI-Messenger, Primärsystemen und KI-Agenten; Entwicklung KI-gestützter Assistenz-funktionen zur automatisierten Wundberichterstellung und Prozessunter-stützung; Standardisierung digitaler Prozesse im ambulanten und stationären Pflegealltag; Förderung interoperabler Daten- und Kommunikations-strukturen für zukünftige KI-Anwendungen; Evaluation von Nutzerakzeptanz, pflegerischer Wirksamkeit und ökonomischen Effekten; Aufbau von Leitfäden, Schulungskonzepten und Best Practices für die Zusammenarbeit von Pflegekräften und KI-Systemen; Transfer der Ergebnisse in die Community Innovative Pflege (CIP) und Entwicklung skalierbarer Lösungen für weitere Pflegeprozesse.
Erwartete Ergebnisse
PflegeKIonTour schafft nicht nur technologische Lösungen, sondern eine nachhaltige Transfer- und Innovationsstruktur für die digitale Transformation der Pflege. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, praktischer Erprobung und breitem Wissenstransfer entsteht ein Modell, das langfristig zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit der Pflegebranche beiträgt. Besonderer Fokus der Hochschule Hof: Standardisierung des Prozesses der Wundversorgung; Entwicklung von Evaluationsstandards für Nutzerakzeptanz, Interoperabilität sowie pflegerische und ökonomische Wirksamkeit; wissenschaftliche Begleitung der Pilotierung und des Transfers in die Pflegepraxis; Unterstützung der nachhaltigen Skalierung digitaler und KI-gestützter Pflegeprozesse.
Beitrag zur Forschungsgruppe
PflegeKIonTour verbindet mehrere Forschungsschwerpunkte der FG IGV – KI-gestützte Assistenzsysteme, Interoperabilität und Gesundheitsdaten, Telematikinfrastruktur sowie Evaluation und Implementierung. Das Projekt stärkt die Schnittstelle zwischen Pflegepraxis, KI-Entwicklung und TI-Expertise und liefert fundierte Erkenntnisse für künftige KI-Anwendungen in der Pflegeversorgung.
DaKILP – Datenbasierte KI-Lösungen für die Pflege
Laufzeit: 01.01.2026 – 31.03.2027
Förderprogramm: DATIpilot – Community Innovative Pflege (CIP)
Partner: Hochschule Hof, Diakonisches Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V. mit Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar e.V., connext Vivendi, Data Science Institute (DSI), VdDD (Dachverband der diakonischen Dienstgeber), FINSOZ e.V.
Stichworte: KI, Pflegedaten, Medikamentengabe, Forschungsdatenbasis, DSGVO
Forschungsschwerpunkte: KI-gestützte Assistenzsysteme in der Pflege; Interoperabilität und Gesundheitsdaten
Ansprechpartnerinnen:
- Nele Stock (nstock.3@hof-university.de) Projektleitung, wiss. MA
- Joanna Michalska (jmichalska@hof-university.de), wiss. MA.
Ausgangslage & Herausforderung
Der demografische Wandel stellt das deutsche Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Pflegekräfte arbeiten am Limit, Dokumentationsaufwand bindet wertvolle Zeit, die eigentlich der direkten Patientenversorgung gehört. Gleichzeitig werden in der Pflege täglich große Datenmengen generiert, die größtenteils ungenutzt bleiben.
Zielsetzung
Das Projekt DaKILP setzt hier an und entwickelt KI-gestützte Assistenzsysteme, die Pflegekräfte nachhaltig entlasten und die Versorgungsqualität verbessern – durch den gezielten Einsatz künstlicher Intelligenz im Pflegealltag. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung einer interoperablen Forschungsdatenbasis, die nationale und europäische Standards berücksichtigt und eine nachhaltige Nutzung der Daten für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte ermöglicht. Ergänzend werden Datenschutz- und Governance-Konzepte entwickelt, um einen verantwortungsvollen und DSGVO-konformen Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten sicherzustellen.
Vorgehen
Zentrale Zwischenziele: Aufbau einer interoperablen Pflegedatenbasis – Standardisierung von Pflegedaten gemäß nationalen Initiativen und EU-Standards für zukünftige KI-Anwendungen. Entwicklung KI-basierter Assistenzsysteme – Fokus auf Medikamentengabe und -überwachung als erster Anwendungsfall, erweiterbar auf Grundpflege und Sturzprävention. Praxiserprobung im Pflegealltag – Testing der prototypischen KI-Anwendungen bei der Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar e.V. Community-Aufbau für nachhaltige Weiterentwicklung – langfristig entsteht eine Community, die Daten, Wissen und Innovationen bündelt, um KI-Anwendungen in der Pflegepraxis kontinuierlich weiterzuentwickeln und verantwortungsvoll zu gestalten.
Erwartete Ergebnisse
DaKILP schafft nicht nur eine technologische Lösung, sondern eine nachhaltige Ökosystem-Struktur für KI in der Pflege. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, praktischer Erprobung und breitem Transfer entsteht ein Modell, das über das Projekt hinaus wirkt und die digitale Transformation der Pflegebranche langfristig vorantreibt.
Beitrag zur Forschungsgruppe
DaKILP ist ein Leuchtturmprojekt für die Forschungsschwerpunkte KI-gestützte Assistenzsysteme in der Pflege und Interoperabilität und Gesundheitsdaten. Es festigt die Position der FG IGV an der Schnittstelle von KI-Entwicklung, Pflegedaten-Standardisierung und Datenschutz-Governance und liefert wertvolle Grundlagen für künftige Forschungs- und Förderanträge in diesem Bereich.
Interreg Europe – HUMAN: Den regionalen Wandel mit Healthcare 5.0 gestalten
Laufzeit: 01.05.2025 – 31.07.2029
Förderprogramm: Interreg Europe
Partner: 8 europäische Regionen; politisches Instrument: Bayern. Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention und insgesamt zwölf weitere Projektpartner
Stichworte: Healthcare 5.0, Europa, Strategie, digitale Ungleichheit, Regionen
Forschungsschwerpunkte: Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung in der Sozialwirtschaft; Evaluation, Nutzerakzeptanz und Implementierung
Ansprechpartnerinnen:
- Désirée Neeb (dneeb@hof-university.de) wiss. MA
- Katrin Müller (kmueller4@hof-university.de) wiss. MA
Projekt-Website: HUMAN – Healthcare 5.0 supporting the transformative shift of regions | Interreg Europe
Ausgangslage & Herausforderung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die zentrale Bedeutung digitaler Gesundheitstechnologien für eine flächendeckende, effiziente und zugängliche Gesundheitsversorgung. Die COVID-19-Pandemie hat jedoch gezeigt, dass viele Länder und Regionen noch nicht in der Lage sind, ihre Gesundheitssysteme umfassend zu digitalisieren. Ohne gezielte Maßnahmen gegen bestehende Ungleichheiten beim Zugang zu digitalen Lösungen droht eine weitere Verschärfung dieser Disparitäten – mit negativen Folgen besonders für strukturschwache und ländliche Räume. Healthcare 5.0 – inspiriert vom Konzept der Industrie 5.0 – setzt auf modernste Technologien, um Gesundheitsversorgung neu zu denken: mit dem Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und ein ganzheitlicheres, menschenzentriertes Gesundheitssystem zu schaffen.
Zielsetzung
Das von Interreg Europe geförderte Projekt HUMAN unterstützt europäische Regionen dabei, Strategien für Healthcare 5.0 zu entwickeln und digitale Innovationen für eine inklusive, bezahlbare und patientenorientierte Gesundheitsversorgung zu nutzen. Übergeordnetes Ziel ist es, durch die Einführung von Healthcare-5.0-Lösungen – gestützt auf verbesserte politische Instrumente – zugänglichere, gerechtere und widerstandsfähigere Gesundheitssysteme in acht europäischen Regionen zu fördern. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof adressiert dabei das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geleitete politische Instrument „Healthcare BY Your Side“.
Vorgehen
Im Rahmen von Interreg Europe HUMAN arbeiten acht europäische Regionen zusammen, um Strategien und politische Instrumente für Healthcare 5.0 zu entwickeln, auszutauschen und zu verbessern. Der Ansatz kombiniert Interregionalen Politikdialog, Good-Practice-Austausch und die Weiterentwicklung regionaler Aktionspläne. Die Hochschule Hof bringt dabei die Perspektive der angewandten Forschung und der digitalen Gesundheitsversorgung ein und unterstützt das Bayerische Staatsministerium bei der Weiterentwicklung des Instruments „Healthcare BY Your Side“. Begleitend werden Studien, Stakeholder-Workshops und Policy-Dialoge durchgeführt.
Erwartete Ergebnisse
Verbesserte politische Instrumente und regionale Strategien für Healthcare 5.0 in acht europäischen Regionen, gestärkte regionale Kompetenzen bei politischen Entscheidungsträger:innen und relevanten Akteur:innen sowie ein messbarer Abbau digitaler Ungleichheiten. Fachkräfte, Patient:innen und Nutzer:innen werden mit den nötigen digitalen Kompetenzen und Tools ausgestattet. Für Bayern entsteht eine Weiterentwicklung des Instruments „Healthcare BY Your Side“ mit übertragbaren Erkenntnissen für andere Regionen.
Beitrag zur Forschungsgruppe
HUMAN verleiht der FG IGV eine stark internationale Dimension und positioniert die Forschungsgruppe im europäischen Strategiedialog zur digitalen Gesundheitsversorgung. Das Projekt fördert die Forschungsschwerpunkte wie Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung sowie Evaluation, Nutzerakzeptanz und Implementierung und eröffnet der Forschungsgruppe Zugang zu europäischen Netzwerken, Good Practices und Kooperationsmöglichkeiten. Es stärkt zudem die Verbindung zur bayerischen Gesundheitspolitik.
pulsnetz.de – Mensch und Technik im Gemeinwesen (pulsnetz MuTiG)
Laufzeit: 01.01.2023 – 31.12.2026
Förderprogramm: Zukunftszentren (BMAS / ESF Plus)
Partner: AOK Baden-Württemberg, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW), Contec GmbH, Diakonisches Werk Baden-Württemberg, FINSOZ e.V., IAT – Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft (vediso e.V.)
Stichworte: Digitalisierung, Altenpflege, Trucks der Digitalisierung, Qualifizierung, Marktstudien
Forschungsschwerpunkte: Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung in der Sozialwirtschaft; Evaluation, Nutzerakzeptanz und Implementierung
Ansprechpartner:innen:
- Yvonne Großmann (ygrossmann2@hof-university.de) wiss. MA.
- Celine Stumpf (cstumpf.4@hof-university.de) wiss. MA
- Hanna Köhler (hkoehler.3@hof-university.de) wiss. MA
- Sven Barten – Projektleitung für Baden-Württemberg
Projekt-Website: Projekte – FINSOZ e.V. | Digitalisierung für die Sozialwirtschaft
Ausgangslage & Herausforderung
Die Digitalisierung des Gesundheits- und Sozialwesens schreitet voran, doch gerade in ambulanten und stationären Einrichtungen der Altenpflege bestehen große Berührungsängste, ungenutzte Potenziale und ein erheblicher Qualifizierungsbedarf. Führungskräfte und Mitarbeitende haben oft wenig Gelegenheit, digitale Technologien vor Ort zu erleben, ihre Chancen und Risiken fundiert einzuschätzen und eine eigene Haltung dazu zu entwickeln. Gleichzeitig fehlt es an niedrigschwelligen Beratungsangeboten, die bei der Konzeption und Umsetzung erster eigener Digitalisierungsprojekte unterstützen.
Zielsetzung
pulsnetz MuTiG ist das ambulante und virtuelle Zukunftszentrum für das Gesundheits- und Sozialwesen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die Digitalisierung insbesondere in ambulanten und stationären Einrichtungen der Altenpflege voranzubringen – durch niedrigschwellige Erfahrungsräume, praxisnahe Beratung, innovative Qualifizierung und wissenschaftlich fundierte Marktstudien. Die „Trucks der Digitalisierung“ (TruDis) machen digitale Technologien direkt in den Einrichtungen erlebbar.
Vorgehen
Über die TruDis können Mitarbeitende und Führungskräfte digitale Technologien in der eigenen Einrichtung vor Ort erleben, ihre Chancen und Risiken verstehen und erste eigene Erfahrungen sammeln. In begleitenden Beratungen werden Einrichtungen befähigt, erste eigene Digitalisierungsprojekte zu konzipieren, zu starten und umzusetzen – unterstützt bei technischen, organisatorischen, betriebswirtschaftlichen und fachlichen Fragestellungen durch das vielfältig zusammengesetzte Konsortium. Parallel dazu vermitteln innovative Qualifizierungskonzepte zentrale Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien. Flankiert wird die Arbeit von wissenschaftlich fundierten Marktstudien zu zentralen Technologien wie Virtueller Realität oder Sprachsteuerung.
Erwartete Ergebnisse
Reduzierung von Berührungsängsten, Aufbau digitaler Kompetenzen bei Führungskräften und Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen, Initiierung erster eigener Digitalisierungsprojekte in den beteiligten Einrichtungen sowie wissenschaftlich fundierte Marktstudien zu zentralen Technologien. Das etablierte Beratungs- und Qualifizierungsangebot wirkt über die Projektlaufzeit hinaus in die Breite der Versorgungspraxis.
Beitrag zur Forschungsgruppe
pulsnetz MuTiG ist ein zentrales Projekt für den Forschungsschwerpunkt „Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung in der Sozialwirtschaft“. Mit den TruDi verfügt die FG IGV über ein einzigartiges Instrument des praxisnahen Transfers, das auch für andere Projekte genutzt werden kann. Das Konsortium aus Krankenkassen, Verbänden und Unternehmen stärkt das Netzwerk der Forschungsgruppe erheblich.
TruDi auf Tour – Roadshow & Workshops
Neue Technologien kennenlernen und ausprobieren – kostenlos.

Die TruDi-Roadshow bietet die Möglichkeit, moderne Technologien für den Arbeitsalltag kennenzulernen und auszuprobieren – praktisch und konkret, in den Einrichtungen vor Ort. Das Angebot richtet sich an Mitarbeitende der Sozialwirtschaft in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen.
Unsere Berater:innen für Bayern und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen am iisys, probieren gemeinsam mit Pflegekräften, Erzieher:innen und Sozialberater:innen die Technologien aus und helfen dabei, Ideen für einen gesünderen Arbeitsalltag zu entwickeln.
Wenn Sie in der Altenpflege, der Kinderbetreuung oder der Sozialberatung arbeiten, schreiben Sie uns an!
Welche Technologien hat TruDi an Bord?
Assistenzsysteme; Gesundheitsapps; Exoskelette; Technologien aus dem Bereich der Telemedizin; VR- und AR-Brillen; Technologien aus dem Bereich „Sturz und Notruf“; Roboter; Software (z. B. Dienstplan- oder Tourengestaltung).

Eine Liste aller Technologien an Bord von TruDi findet sich hier
Abgeschlossene Projekte:
ErnTeBayLa-S – Erprobung der Telepflege in einer ländlichen Region Bayerns (stationär)
Laufzeit: Mai 2024 – Juli 2025
Förderprogramm: Modellprogramm Telepflege § 125a SGB XI
Partner: Hochschule Hof, Awesome Technologies, Caritasverband Kronach (Altenheim St. Elisabeth Wallenfels), Prognos
Stichworte: Telepflege, Angehörige, Kommunikation, stationär, Prozesse
Forschungsschwerpunkte: Telepflege und digitale Kommunikation; Evaluation, Nutzerakzeptanz und Implementierung
Ansprechpartnerin: Nele Stock (nstock.3@hof-university.de) wiss. MA
Projekt-Website: finden Sie hier
Ausgangslage & Herausforderung
Die Entscheidung, einen pflegebedürftigen Menschen in eine stationäre Einrichtung zu überführen, ist für Angehörige oft mit emotionalen und organisatorischen Herausforderungen verbunden. Häufig fehlt ihnen Einblick in den Pflegealltag – etwa in gesundheitliche Veränderungen, Medikation oder Tagesstruktur. Trotzdem müssen sie wichtige Entscheidungen treffen, oft ohne ausreichende Informationen. Die räumliche Distanz, insbesondere in ländlichen Regionen, erschwert die aktive Teilhabe am Pflegeprozess zusätzlich. Bestehende Abläufe sind oft intransparent und lassen sich durch digitale Kommunikation potenziell verbessern.
Zielsetzung
Das Projekt ErnTeBayLa-S zielte darauf ab, Transparenz und Vertrauen im Pflegealltag zu stärken, die Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften, Angehörigen und weiteren Beteiligten zu verbessern und alle Beteiligten zu entlasten – Pflegekräfte, Bewohnende und Angehörige gleichermaßen. An- und Zugehörige wurden mithilfe von Telepflege gezielt in die stationäre Versorgung eingebunden.
Vorgehen
ErnTeBayLa-S wurde in Zusammenarbeit mit der Awesome Technologies GmbH und dem Caritasverband Kronach e.V. im Altenheim „St. Elisabeth“ in Wallenfels umgesetzt. Über den zertifizierten Caritas Messenger der Awesome Technologies stehen sowohl synchrone (z. B. Videochats) als auch asynchrone Kommunikationswege (z. B. Textnachrichten, Bilder) zur Verfügung, sodass auch räumlich entfernte Angehörige aktiv am Pflegeprozess teilhaben können. Auf Basis der Analyse bestehender, oft intransparenter Abläufe wurden optimierte Soll-Prozesse für den Einsatz von Telepflege entworfen und mithilfe des Caritas-Messengers umgesetzt. Das Projekt war Teil des Modellprogramms zur Erprobung von Telepflege gemäß § 125a SGB XI und wurde wissenschaftlich durch das Unternehmen Prognos begleitet und evaluiert.
Erreichte Ergebnisse
Implementierte, optimierte Soll-Prozesse für den Telepflege-Einsatz im stationären Setting, gestärkte Transparenz und Vertrauen im Pflegealltag sowie eine aktivere Einbindung räumlich entfernter Angehöriger. Die wissenschaftliche Begleitung durch Prognos lieferte evaluierte Erkenntnisse, die bundesweit übertragbare Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Telepflege in der stationären Versorgung ermöglichen.
pulsnetz.de – gesund arbeiten (pulsnetz KI)
Laufzeit: 01.04.2021 – 31.12.2022
Förderprogramm: Zukunftszentren KI (BMAS)
Partner: Diakonisches Werk Baden (Leitung) + 9 Organisationen
Stichworte: KI, Kompetenzentwicklung, KMU, Pflege, Sozialwirtschaft
Forschungsschwerpunkte: Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung in der Sozialwirtschaft; KI-gestützte Assistenzsysteme in der Pflege
Ansprechpartnerinnen:
- Désirée Neeb (dneeb@hof-university.de) wiss. MA
- Yvonne Großmann (ygrossmann2@hof-university.de) wiss. MA.
Projekt-Website: finden Sie hier
Ausgangslage & Herausforderung
Beschäftigte und Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Pflege- und Sozialwirtschaft stehen vor der Herausforderung, digitale und KI-basierte Technologien im Arbeitsalltag zu erkennen, zu nutzen und mitzugestalten. Vielen fehlt es an Zeit, Ressourcen und Fachwissen, um die Potenziale KI-gestützter Lösungen für ihre eigene Praxis zu bewerten und einzusetzen. Gleichzeitig entstehen durch KI-Technologien neue Möglichkeiten, Pflegekräfte nachhaltig zu entlasten und die Versorgungsqualität zu verbessern – wenn die nötigen Kompetenzen vorhanden sind.
Zielsetzung
Beschäftigte und Führungskräfte in KMU der Pflege- und Sozialwirtschaft entwickeln Kompetenzen, um digitale und/oder KI-basierte Technologien erkennen, nutzen und gegebenenfalls auch co-kreativ weiterentwickeln zu können. Dadurch werden sie nachhaltig entlastet und gestärkt – organisatorisch und individuell. Das Zukunftszentrum pulsnetz KI etabliert dabei einen digitalen Ort, der informiert, inspiriert und motiviert, ergänzt durch mobile analoge Angebote wie TruDi.
Vorgehen
Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Zukunftszentren KI“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Unter der Projektleitung des Diakonischen Werks Baden kooperierten zehn Organisationen für eine erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens. Das Zukunftszentrum pulsnetz KI ist ein digitaler Ort: Die Website www.pulsnetz.de/ki-projekt ist das Bauwerk und soll Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher werden – ein zentraler Ort, der informiert, inspiriert und motiviert. Zudem war das Zukunftszentrum mittels mobiler Angebote, wie mit TruDi (Truck der Digitalisierung), ganz analog unterwegs.
Erreichte Ergebnisse
Aufgebaute digitale Kompetenzen bei Beschäftigten und Führungskräften in KMU der Pflege- und Sozialwirtschaft, etablierte digitale Anlaufstelle (www.pulsnetz.de/ki-projekt) sowie mobil erlebbare KI-Technologien über TruDi. Das Projekt hat die Grundlage für das Folgeprojekt pulsnetz MuTiG gelegt und die TruDi-Roadshow als etabliertes Transferinstrument der FG IGV konsolidiert.
Beitrag zur Forschungsgruppe
pulsnetz KI hat den Grundstein für den Forschungsschwerpunkt Digitale Transformation und Kompetenzentwicklung in der Sozialwirtschaft gelegt und die TruDi-Roadshow als Kerninstrument des Wissenstransfers der FG IGV etabliert. Das Projekt stärkte die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Baden und weiteren Partnerorganisationen und bildete die Basis für die laufende Förderung im Rahmen von pulsnetz MuTiG.
Projekt „pulsnetz.de – Mensch und Technik im Gemeinwesen“ (pulsnetz MuTiG)
Ein Überblick
pulsnetz.de – Mensch und Technik im Gemeinwesen (pulsnetz MuTiG) ist das ambulante und virtuelle Zukunftszentrum für das Gesundheits- und Sozialwesen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Unser Ziel ist es, die Digitalisierung insbesondere in ambulanten und stationären Einrichtungen der Altenpflege voran zu bringen.
Unsere “Trucks der Digitalisierung” (TruDis) erlauben es Mitarbeitenden und Führungskräften, digitale Technologien in der eigenen Einrichtung vor Ort zu erleben, ihre Chancen und Risiken zu verstehen und eine eigene, fundierte Haltung zu ihnen zu entwickeln. Gleichzeitig bauen wir Berührungsängste ab und ermöglichen erste eigene Erfahrungen.
In unseren Beratungen begleiten und befähigen wir die Einrichtungen, erste eigene Digitalisierungsprojekte zu konzipieren, zu starten und umzusetzen. Aufgrund unseres vielfältig zusammengesetzten Konsortiums können wir dabei bei technischen, organisatorischen, betriebswirtschaftlichen und fachlichen Fragestellungen unterstützen.
Parallel dazu vermitteln wir Führungskräften und Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen im Rahmen innovativer Qualifizierungskonzepte zentrale Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien. Dazu nutzen wir unter anderem unsere Internetplattform, die wir zu einer zentralen Anlaufstelle für Informationen, Austausch und Lernen ausbauen.
Flankiert wird diese Arbeit von wissenschaftlich fundierten Marktstudien zu zentralen Technologien, wie zum Beispiel Virtuelle Realität oder Sprachsteuerung.
Neben der Forschungsgruppe IGV sind folgende Partner am Projekt beteiligt:
- AOK Baden-Württemberg
- Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege
- Contec GmbH
- Diakonisches Werk Baden-Württemberg
- FINSOZ e.V. Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung
- IAT – Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement
- Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft (vediso e. V.)
Das Projekt „pulsnetz MuTiG wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“
durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union
über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.


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